Die freie Wahl der Arbeit

SIMBA - Ihr Montessori Kindergarten in 1210 Wien

Das Geheimnis des verwendeten Montessori Materials ist nicht nur in ihm verborgen, sondern es lüftet sich nur, wenn wir auch den Kontext betrachten, in dem es den Kindern angeboten wird. Das ist die „vorbereitete Umgebung“. Und zu dieser vorbereiteten Umgebung gehört neben den respektvollen ErzieherInnen und den vielfältigen Materialien als erstes und vielleicht sogar wichtigstes das Prinzip der „freien Wahl der Arbeit“.

Das Prinzip der freien Wahl der Arbeit

Die Freiarbeit ist das Kernstück der Montessori-Pädagogik. Das Kind wählt seine Arbeit frei nach seinen aktuellen Bedürfnissen aus, plant seine Arbeit hinsichtlich seines Lerntempos und seinem persönlichen Rhythmus und entscheidet selbst, wo, wie oft und wie lange es mit einem Material arbeiten möchte. Es richtet sich seinen Arbeitsplatz ein und muss sich nötige Hilfsmittel oder Unterstützung selbst organisieren.

Die freie Wahl fördert die Selbstständigkeit und das Lernen

Das Kind kann auch über die Sozialform der Arbeit entscheiden: nämlich ob es allein, mit Partner oder in einer Gruppe arbeiten möchte. Diese Form der Arbeit erfordert vom Kind eine hohe kognitive und soziale Kompetenz, die es auf diese Weise in altersgemischten Gruppen realitätsnah entwickeln und praktizieren kann.

Da in anderen Umgebungen die Normalisierung nicht stattfinden konnte und alle Kinder auf der Welt um den Dinge kämpften, während die Kinder in unseren Schulen darauf warteten, stach diese Tatsache noch mehr den Personen in die Augen, die mich fragten: ,,Wie konnten Sie diese Disziplin bei so kleinen Wesen erreichten?“ Aber nicht ich, sondern die vorbereitete Umgebung und die in ihr gegebenen Freiheit ermöglichen das Auftreten von Eigenschaften, die man im allgemeinen bei Kindern von drei bis sechs Jahren nicht antrifft.


Maria Montessori: Das Kreative Kind