Begleitung in sensiblen Perioden Ihres Kindes

SIMBA - Ihr Montessori Kindergarten in 1210 Wien

Der Mensch durchläuft während seiner Entwicklung verschiedene Phasen, während der – wie Maria Montessori sie nennt – sensible Perioden auftreten können. Diese sind besonders gut dazu geeignet, spielend neue Dinge zu lernen, die den Menschen in anderen Phasen sehr schwerfallen würden. Im Montessori Kindergarten SIMBA begleiten wir Ihr Kind während seiner Entwicklung – auch während dieser wichtigen sensiblen Perioden.

Sensible Perioden erleichtern das Lernen

Maria Montessori hat beobachtet, dass die Entwicklung des Menschen in verschiedenen Phasen verläuft. Innerhalb dieser Entwicklungsstufen gibt es bestimmte sensible Perioden. Sensible Phasen sind Zeiten, in denen das Kind bzw. auch der erwachsene Mensch besonders offen und empfänglich (aufnahmebereit) ist, eine wichtige Fähigkeit zu erwerben. In dieser Zeit gelingt es ohne große Anstrengung, mit Leichtigkeit, etwas zu lernen, wenn die entsprechenden Gelegenheiten dafür geschaffen werden.

Wir erkennen und nutzen günstige Phasen

Wird eine sensible Phase nicht genutzt, würde das Kind zu einem anderen Zeitpunkt das Gleiche mit sehr viel größerer Mühe, bewusster Anstrengung und weniger Freude erlernen müssen. Während der sensiblen Phasen besteht laut Maria Montessori eine „natürliche“ Lernbereitschaft. Werden diese Perioden gut unterstützt und somit vom Kind erschöpfend durchlaufen, sind optimale Bedingungen geschaffen, die es dem Kind erleichtern, sicher von einer Entwicklungsstufe in die nächste zu finden.

Das Wachstum etwa ist nicht ein unbestimmtes Werden, ererbt und dem Lebewesen eingeboren, sondern das Ergebnis einer inneren Arbeit, die von periodischauftretenden Instinktensorgfältig geleitet wird. Diese Instinkte nötigen das Lebewesen in gewissen Stadien seiner Entwicklung zu einem Energieaufwand, der sich oft einschneidend von dem des verwachsenen Individuums unterscheidet. De Vries stellte diese sensiblen Perioden zuerst an solchen Insekten fest, bei denen die Entwicklung sich in besonders auffälligePerioden teilt; gehen sie doch durch Metamorphosen hindurch, die der experimentellen Laboratoriums Beobachtung gut zugänglich sind.

Nehmen wir als Beispiel das von De Vries zitierte unansehnliche Würmchen, als das sich die Raupe eines gewöhnlichen Schmetterlings präsentiert. Man weiß, dass die Raupen mit großer Geschwindigkeit heranwachsen, gierig fressen und daher Pflanzenschädlinge sind. De Vries verwies nun auf eine Raupenart, die sich während ihrer ersten Lebenstage nicht von den großen Baumblättern, sondern nur von den zartesten Blättchen an denEnden der Zweige zu nähren vermag.

Nun legt aber der Schmetterling sine Einer gerade an der entgegengesetzten Stelle, nämlich dort, wo der Ast aus dem Baumstamm hervorwächst, denn dieser Ort ist sicher und geschützt. Wer wird den jungen, eben erst aus dem Ei gekrochenen Raufen sagen, dass die zarten Blätter, deren sie für ihre Ernährung bedürfen, sich draußen, an den entferntesten Enden der Zweige befinden? Siehe da, die Raupe ist mit starker Lichtempfindlichkeit begabt; das Licht zieht sie an, fasziniert sie. So strebt die junge Raupe mit ihren charakteristischen Sprungbewegungen alsbald der stärksten Helligkeit zu, bis sie am Ende der Zweige angekommen ist, und dort findet sie die zarten Blätter, mit denen sie ihren Hunger stillen kann. Das Seltsamste aber ist, dass die Raupe sogleich nach Abschluss dieser Periode, sobald sie sich auf andere Art ernähren kann, ihre Lichtempfindlichkeit verliert. Bald lässt das Licht sie völlig gleichgültig. Der Instinkt stirbt ab. Er hat seinen Dienst getan und die Raupe wendet sich jetzt anderen Wegenund anderen Nährstoffen zu.

Es ist nicht so, dass die Raupe für das Licht unempfänglich, also im physiologischen Sinne blind geworden wäre, aber sie beachtet es nicht mehr.


Maria Montessori: Kinder sind anders