Die Montessori – Materialien sind sehr solide gearbeitete Gegenstände. Die Materialien sind meist aus Holz gearbeitet oder anderen natürlichen Stoffen. Jedes Material ist soweit als möglich auf einen Lerninhalt reduziert. Durch ganz bewusst schöne und ansprechende Gegenstände, die auch kaputt gehen können, lernt das Kind sorgfältig und behutsam damit umzugehen. Meist erhalten Kinder heute zum Spielen Plastikgeschirr oder andere Materialien, welche sie nicht so leicht beschädigen können. Aber gerade ein zerbrochener Porzellanteller ist für das Kind ein möglicher Weg zu lernen, mit den jeweiligen Gegenständen behutsam umzugehen.

Die Dinge, welche das Kind in seiner erzieherisch gestalteten Umwelt umgeben, mit denen es Erfahrungen macht, sollten bestimmte grundlegende Eigenschaften / Prinzipien haben:

Die Ästhetik:

asthetik-150x150[1]Das Material wirkt auf das Kind, es zieht es an, fordert es auf, damit zu arbeiten. Es hat eine gewisse „Anziehungskraft“. Das Material ist in den Farben und Formen harmonisch und qualitativ wertvoll. Das Kind lernt so den behutsamen, pfleglichen Umgang mit den Dingen.

 

Die Aktivität:

aktivittat-150x150[1]Das Material muss so gestaltet sein, dass es das Kind zum Tätigsein anregt. Es muss spezifische Handlungsmöglichkeiten bieten.

 

 

Die Begrenzung:

Begrenzung-150x150[1]Von großer Bedeutung ist die mengenmäßige Begrenzung des Materials. Das Kind erhält eine Struktur, die ihm hilft, Ordnung in seinen Geist und in seine Erfahrungen zu bringen.

 

 

Die Fehlerkontrolle (Selbstkontrolle):

fehlerkontrolle-150x150[1]Das Material sollte dem Kind die Möglichkeit bieten, selbst seinen Lernschritt zu überprüfen. Die Fehlerkontrolle erlaubt es dem Kind, sich selbst einzuschätzen, unabhängig von der Kontrolle und Bewertung von Erwachsenen.

 

Weiterhin ist wichtig, dass jedes Material nur einmal vorhanden ist. Deshalb müssen die Kinder sich einigen, wenn sie dasselbe Material bearbeiten wollen. Sie können sich abstimmen, dass sie es nacheinander nehmen und aufeinander warten oder aber zusammen arbeiten. Hier entwickelt sich soziales Lernen, ohne vom Erwachsenen gezielt unterrichtet zu werden.